Hey, meine Solaranlage war echt teuer, die muss sich rentieren! Koste es was es wolle!

Im November 2006 war es soweit: Meine richtig echt verdammt teure thermische Solaranlage mit Heizungsunterstützung ging online! Ihre Investition sollte sich innerhalb von 25 Jahren armotisieren, schreibt Wikipedia. Hier nun die nächsten 25 Jahre meinen Bericht über die tatsächliche Effizienz.

154°C Kollektortemperatur erreicht — sei aber okay

So, gestern ging’s hoch auf 154°C Kollektortemperatur — und hat mich damit noch mehr geschockt, wie die 143° von letztens. Die Heizungsfirma konnte mich aber beruhigen, es besteht keine Gefahr für die Solaranlage.

Zu dieser derartigen Aufheizung kommt es, wenn die maximale Puffertemperatur überschritten wird und somit die Anlage stoppt. Dann bleibt das bereits aufgewärmte Wasser weiter in den Solarkollektoren und erhitzt sich immer weiter — bis wieder Wasser in den Puffer fließen darf.

9 mal Senf satt für “154°C Kollektortemperatur erreicht — sei aber okay”

  1. AV |

    Hallo,

    ist diese Anlage gut? Wir haben auch vor uns eine Solaranlage von Paradigma anzuschaffen und brauchen noch Tipps.
    Viele Grüße
    AV

  2. Bernhard |

    Hallo,
    meine erste Analage (Paradigma) erreicht gerade mal 80-85 Grad im Hochsommer.
    meine zweite Anlage im anderen Haus von Intersol ist locker als auf 195 – 210 Grad heiss.
    Der Installateur kann nix feststellen.
    Die Anlagen sind von den Auslegungen her gleich.

    Gruss Bernhard

  3. Rainer |

    Hallo zusammen,

    gerade habe ich allerhand negatives über die Paradigma (Wasser) Anlagen gelesen. Nachdem ich eigendlich mir auch so eine Anlage kaufen wollte zweifle ich jetzt.
    Der gedanke war: In der Sommer- & Übergangszeit die Gastherme zu Entlasten und Gaskosten zu Reduzieren.
    Die Probleme mit Übertemparatur und Dichtheit über viele Jahre (Vacuumröhren), Lufteinschlüssen und Anlagenparametern scheinen eine Wissenschaft für sich zu sein.

    Täusche ich mich?
    Ist eine reine Brauchwassererwärmng doch besser?
    (5m² Kollektorfläche 400 Liter Kessel; Südausrichtung 32°)

  4. stefan |

    Hi, vom finanziellen Gesichtspunkt aus ist eine reine Brauchwassererwärmung eine lohnende Investition, da die Amortisation innerhalb weniger Jahre gegeben ist. Bei Anlagen mit Heizungsunterstützung liegt der Zeitpunkt des Gewinnes etwa beim Zeitpunkt der Lebensdauer solcher Anlagen.

  5. Rainer |

    Hallo zusammen,
    nachdem ich im internet etwas rumgesurft bin, habe ich mich gegen eine Heizungsunterstützung entschlossen.
    Grund: ca. 30% der Wohnfläche sollte der Kollektorenfläche entsprechen. … + Großer Speicher etc. Investition rechnet sich nie!!!
    Ich habe mich auch gegen eine Brauchgwasserunterstützung entschieden.
    Grund: ca. 7000-9000€ Invest fürs nachrüsten. Die echte Kosteneinsparung ist deutlich geringer als alle Hersteller angeben. Bei 20 jahren amorisation müßte der Gaspreis bei ca. 12ct/KWh liegen. Da Brauchwasser max. 1/3 oder 1/4 des tatsächlichen Gasverbrauches ausmacht.

    P.S. Meine Entscheidung Ende 2006 zu PV war die richtige! Liege schon im Oktober 30% über soll!
    Über PV wird wesentlich mehr CO2 eingespart und das rechnet sich. Armortisation ca. 15 Jahre bei 20 Jahren Preisgarantie

    Meine Empfehlung an alle:
    Bei Neubau: Erdwärme + PV Solar
    Bei Altbau: PV Solar + Isolation

    Zur Isolation:
    Hier gibt es tolle Systeme die ganz ohne Kunststoffe auskommen. (Vergleichbar mit Dachisolation)

    Finger Weg von Wasser – Solar da hier viele Kosten falsch verargumentiert werden. Lobby, Siehe neuste Regelung Heizungsunterstützung 20% in Badenwürttemberg.
    Wenn die Systeme mal halb so teuer sind werde ich es der Umwelt zu liebe erneut angehen.

    Gruß Rainer

  6. klaus |

    Hi,
    Grad wegen der hohen Temperaturen im Sommer wollte ich mir einen 1500 Liter Pufferspeicher ins Haus holen. Wir der überhaupt je die 95 Grad Maximum erreichen?
    Genial einfach finde ich das System, Wasser als Wärmeträger in die Kollektoren zu nutzen. Wenn die Paradigma Röhren so isolieren, dass der Schnee liegen bleibt, dann kann das aufheizen im Winter bei Nachtfrost nicht besonders viel Wärme verbrauchen.

  7. stefan |

    Hallo Klaus,
    guter Tipp mit dem Schnee auf den Kollektoren. Ich werde das mal beim nächsten Schneefall beobachten!

  8. stefan |

    Hallo Klaus,

    jetzt erst hat es wieder geschneit und ich bin natürlich gleich raus um auf’s Dach zu schauen: Der Schnee ist unverändert auf den Kollektoren liegen geblieben — auch Stunden nachdem es aufhörte zu schneien. Die Kollektoren sind gleich bedeckt wie das restliche Dach — mit Ausnahme der schneefreien Dachfenster — da geht dann wohl die Energie hin.
    Gruß, Stefan

  9. tea4ulrich |

    Die Paradigma Solarheizungen sind o.K., wenn etwas nicht stimmt, ist es meist die Einbindung in das Speichersystem. Wir haben schon mehrfach den alten Heizkessel als Speicher verwendet und nur mit den Kollektorfeldern gespeist.
    Gruß Ulli

Is mir wurscht was für'n Senf Du abgibst, aber sag was! Hier und jetzt!

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