Hey, meine Solaranlage war echt teuer, die muss sich rentieren! Koste es was es wolle!

Im November 2006 war es soweit: Meine richtig echt verdammt teure thermische Solaranlage mit Heizungsunterstützung ging online! Ihre Investition sollte sich innerhalb von 25 Jahren armotisieren, schreibt Wikipedia. Hier nun die nächsten 25 Jahre meinen Bericht über die tatsächliche Effizienz.

Erfolgreiche Optimierung der Solareinstellungen

Nach der ständigen “ Optimierung“ der Heizungseinstellungen bin ich nun zur Anpassung der Solarregelung übergegangen. Das natürlich aus reinster Langeweile, gepaart mit der zurückgekehrte Sommer-Sonne und den zu erwarteten Solargewinnen. Jedenfalls habe ich die Einstellungen erfolgreich verbessern können.

Im ersten Schritt habe ich die Solarpumpe auf die niedrigste Stufe gestellt — zuvor pumpte sie noch mit maximaler Leistung (Stufe III). Von dieser Aktion erwarte ich mir zwei Dinge:

Zum einen hörte ich nachts, wenn ich im Bett lag und nicht einschlafen konnte, wie die Pumpe ihren Dienst für den Frostschutz verrichtete. Von einer niedrigeren Leistungsstufe erhoffe ich mir positive Auswirkungen auf den Geräuschpegel. Das bisherige Ergebnis ist, dass die Pumpe zwar ab und zu noch dezent zu hören ist, jedoch wirklich nur noch sehr selten.

Zum anderen sehe ich Vorteile bei der Entladung des Kollektors: Bei voller Pumpleistung sehe ich die Entladung in etwa so: Nimm alles heiße Wasser aus dem Kollektor und bringe es so schnell wie möglich in den Puffer, damit kälteres Wasser (mit „Eintrittstemperatur“) wieder erhitzt werden kann. In diesem Fall wird — so meine Sicht — primär das richtig heiße Wasser für das Brauchwasser (TWO) entladen und dann noch „kurz“ etwas weniger warmes in den mittleren Pufferbereich (TPU/TPO).

Durch das Drosseln der Pumpleistung verspreche ich mir ein positives Verhalten: Die Pumpe beginnt das heiße Wasser aus dem Kollektor zum Puffer zu transportieren. Aufgrund der geringeren Durchflussgeschwindigkeit kann die Sonne das nachlaufende Wasser bereits erwärmen. Ich verspreche mir dadurch, dass die Abschalttemperatur der Solarpumpe deutlich später erreicht wird — sprich, dass mehr warmes Wasser in den Puffer fließt.

Im ersten Schritt habe ich die Durchflussleistung reduziert. Im zweiten Schritt habe ich die Schaltdifferenz von 10K auf 15K erhöht. Zusammen mit der ersten Maßnahme erwarte ich nun deutlich heißeres Wasser für den oberen Bereich des Puffers und dann noch genug warmes Wasser für den mittleren Pufferbereich.

Die Veränderungen können sich sehen lassen: Während ich im letzten Sommer an einem sonnigen Tag 24 KWh an Solaren Gewinn erwirtschaften konnte, erreiche ich jetzt bis zu 32 KWh/Tag. Es bleibt aber noch abzuwarten, wie die Erträge an bewölkten oder verregneten Tagen einbrechen. Im schlimmsten Fall muss an solchen Tagen vermehrt vom Gas-Kessel Energie angefordert werden. Leider lässt sich das nur schwer ermitteln. In Summe aber erwarte bzw. erhoffe ich, dass nach einem sonnigen Tag der Puffer länger Energie für Schlecht-Wetter-Tage bereitstellen kann, da er an sonnigen Tagen besser beladen wird.

5 mal Senf satt für “Erfolgreiche Optimierung der Solareinstellungen”

  1. Christian |

    Hallo,
    wenn Du die Leistung der Solarpumpe änderst, mußt Du auch die Durchflußgeschwindig im SystaComfortRegler entsprechend ändern. Sonst stimmt der Tagesertrag nicht. Der Tagesertrag wird anhand der Pumpenlaufzeit, TSA und der im Regler eingestellten Durchflußgeschwindigkeit berechnet!

    Super Blog übrigens.

    Christian

  2. Meine Ergebnisse für den August 2008 « Solarheizung & Solaranlage |

    […] in diesem Jahr. Nur der Mai konnte nochmal deutlich mehr aus der Sonne herausholen. Nach einem Hinweis von Christian jedoch muss ich meine Jahres-Werte etwas relativieren. Christian hatte in seinem Kommentar […]

  3. Guido |

    Hallo,
    geht deine Anlage dann nicht ständig in Dampf, wenn du die Schatdifferenz auf 15K erhöhst?
    Ich habe meine auf 5k herabgesenkt, damit mein Speciher überhaupt mal die 70 °C errecihen kann.
    Bei 15k Different, würde die Steuerung ständig warten, bis auf dem Dach 85°C am sensor anliegen, das sind dann schnell 140°C in der Mitte der Kollektoren – und schon wieder „AUS“ für diesen Tag. Mach ich da einen Denkfehler?
    Grüße, Guido

  4. Rainer |

    Hallo zusammen, ich beobachte schon regelmäßig diese Seite. Nicht schlecht. Zu unserer Anlage 2x cpc 45 mit einem Optima 800.
    Was ich hier noch ein wenig vermisse ist das Ladeverhalten vom Speicher dort scheint es doch große unterschiede zu geben.
    Wenn ich mir meinen Kollektor anschaue wird die Temperatur dort immer nierdig gehalten, bei mach anderen wird diese schon mal gerne ein wenig höher gefahren.
    Wie macht ihr das?

    Gruss Rainer

  5. Frank |

    Grüßt euch!
    Meine Meinung: Also ob du 10 Liter 70° oder 20 Liter mit 50° in einen Speicher schüttest, ist doch egal. (nicht nachrechnen! 🙂 Also ist die Sache mit der Solarkreispumpe eine mit Vorsicht einzustellende Geschichte, ein gutes Mittelmaß und eine Spreizung von 10-15K VL/RL sind zu erreichen. Dann läufts. Das einzige was du verändert hast indem du die Pumpe von 3 auf 1 gestellt hast ist die Zeiteinheit in der die Energie vom Dach in den Speicher kommt. Das ganze kann auch bis dahin gehen das du bei kurzen Sonnenzeiten nicht alle Energie vom Dach in den Puffer bekommst weil die Durchflußmenge zu gering ist und du somit Sonne „verschenkst“.

    Bitte nach belieben korrigieren!
    Grüße Frank

Is mir wurscht was für'n Senf Du abgibst, aber sag was! Hier und jetzt!

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