Hey, meine Solaranlage war echt teuer, die muss sich rentieren! Koste es was es wolle!

Im November 2006 war es soweit: Meine richtig echt verdammt teure thermische Solaranlage mit Heizungsunterstützung ging online! Ihre Investition sollte sich innerhalb von 25 Jahren armotisieren, schreibt Wikipedia. Hier nun die nächsten 25 Jahre meinen Bericht über die tatsächliche Effizienz.

Verbrauchswerte der letzten 14 Tage

Nachdem nun die Gasuhr wieder regelmäßig größere Sprünge macht, lohnt sich der tägliche Blick auf die Verbrauchswerte wieder. Im Zeitraum 09. November 2007 bis 22. November 2007 verbrauchte ich 95 m³ Gas. Das entspricht ca. 1.058 kW/h Leistung im Wert von ca. € 63,70 (!).Meine Ablesung hat zwei unterschiedliche Werte je nach Außentemperatur gemessen. An den Tagen mit Temperaturen über 2°C lag der Tagesverbrauch bei knapp sechs m³. Sank die Temperatur unterhalb der 2°C Grenze schaltete sich der Frostschutzbetrieb der Heizung ein, wodurch der Verbrauch um etwa ein m³ auf sieben m³ pro Tag anstieg.

Für die frostigen Tage habe ich einen Vergleich mit Andreas. Er verbrauchte durchschnittlich 8,5m³ pro Tag — immerhin 1,5m³ mehr als ich. Mit meinen Kostensätzen ist dies immerhin ziemlich genau ein Euro an Plus pro Tag.

Worin aber ist diese Differenz im Verbrauch begründet? Es ist richtig, dass die Solaranlage an einigen sonnigen Tagen anschauliche Werte erarbeitet hat. An einem Tag lag der solare Gewinn laut Anzeige bei 7 kW/h. Das ist etwa ein drittel des Gewinnes im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung. Der Gewinn im Winter ist so relativ hoch, weil die Differenz von Eingangstemperatur (TSE, ca. 21 °C) zur Ausgangstemperatur (TSA, ca 60-80°C) viel höher ist, als im Sommer, wenn die TSE deutlich über 40 oder gar 50 °C liegt.

Wird der solare Gewinn über die Gasuhr gemessen, so ist der Gewinn nicht so hoch — im Gegenteil: Der Verbrauch schwankt nur geringfügig an sonnenreichen bzw. sonnenarmen Tagen. Woran kann es also liegen, dass ich hier deutlich sparen kann?

Eine bessere, optimalere Konfiguration der Heizung möchte ich ausschließen: Andreas hatte einpaar Jahre Vorsprung, seine Anlage optimal abzustimmen. Somit sehe ich nur die bessere Isolierung meines Hauses als Grund für die Einsparung. Diese Aussage zeigt — so unbegründet sich zum heutigen Zeitpunkt noch sein mag –: Es scheint besser zu sein, Geld zuerst in die Isolierung zu stecken, als in Solaranlage mit Heizungsunterstützung.  Ich hoffe, dass ich in den nächsten Jahren diese, meine Meinung widerlegen kann — immerhin habe ich das Geld für die Solaranlage bereits investiert.

2 mal Senf satt für “Verbrauchswerte der letzten 14 Tage”

  1. Daniel |

    Das sind wirlkich mal interessante Feststellungen. Ich sollte dies auch mal messen. Wohl lieber nicht im Winter, aber was solls, der Schock wird vielleicht hilfreich sein 😉

  2. Fritzchen |

    Hallo, bin auch gerade am Überlegen – Solar mit Heizungsunterstützung.

    Muss aber sehr gut überlegt werden, wie man – auch ! – hier mitbekommt.

    Ihc will mich übern Winter mal schlau machen – am meisten spart man Geld, wenn man die Erfahrungen anderer nützt, und nicht unbedingt selber auch macht !!!

    Gruss + Dank für diese Informationen !!!
    FRitzchen

Is mir wurscht was für'n Senf Du abgibst, aber sag was! Hier und jetzt!

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